WaffengesetzWaffengesetz

Als Anhang ist eine Taschenkarte (Waffengesetz.pdf),
welche für euch zur freien Verwendung gedacht ist.

Für den Umgang mit den im historischen Hobby genutzten Nah- und Fernkampfwaffen gelten folgende Regelungen gemäß deutschem Waffenrecht:

Hieb- und Stoßwaffen
Hierunter fallen alle scharfen Schwerter, Dolche sowie Stumpfe Hiebwaffen.

Grundsätzlich gilt für den Umgang mit Waffen die Grundvoraussetzung des Mindestalters (18 Jahre). Dieser ist analog für Hieb- und Stoßwaffen anzuwenden.
Weitere Erlaubnispflichten bestehen gem. WaffG für den Erwerb oder Besitz nicht.

Das Führen von Hieb und Stoßwaffen ist grundsätzlich gem. §42a (1) verboten. Ausnahmen werden im §42a (3) geregelt. Darunter fallen das Führen zu sportlichen Zwecken (Training, Schnittseminare, Vorführungen) oder auch das Führen zur Brauchtumspflege (in Verbindung mit historischer Gewandung im Rahmen von Kulturveranstaltungen)

Der Transport wird aktuell unter erlaubnisfreies Führen subsumiert und findet in einem geschlossenen Behältnis ohne besondere gesetzliche Auflagen statt. Wichtig ist, dass der Gegenstand nicht zugriffsbereit sein darf.

Es bestehen keine besonderen Auflagen an die Lagerung. Nur allgemeine Sicherung gegen Missbrauch durch Dritte muss gewährleistet sein.

Fechtklingen und Trainingswaffen:
Fecht- und Trainingswaffen werden nicht als Waffen gem. WaffG definiert, da sie explizit nicht dazu bestimmt sind die Angriffs oder Verteidigungsfähigkeit einer Person herabzusetzen oder zu beseitigen. (WaffVWV (Anl.I-A1-UA2-1.1 )
Danach sind keine Hieb- und Stoßwaffen sind solche Geräte, die zwar Hieb- und Stoßwaffen nachgebildet, aber wegen abgestumpfter Spitzen und stumpfer Schneiden offensichtlich nur für den Sport oder zur Brauchtumspflege bestimmt
sind.
Somit sind diese komplett erlaubnisfrei. Der Verkauf an unter 18 Jährige Personen ist eine reine Händlerabsicherung, jedoch nicht gesetzlich verankert.

Sportwaffen können jedoch nach Versammlungsgesetz oder allgemeinen Polizeirecht als gefährliche Gegenstände eingestuft werden und bei Missbrauch wie eine Waffe im nicht technischen Sinne bewertet werden. Daher empfiehlt sich auch hier ein sorgfältiger Umgang und ein Transport in geschlossenen Behältnissen.

Bögen und Armbrüste
Umgangsformen:
Erwerb und Besitz:
Grundsätzlich gilt für den Umgang mit Waffen die Grundvoraussetzung des Mindestalters (18 Jahre). Obwohl es sich bei Armbrüsten um Schusswaffen gem. WaffG handelt, sind diese gemäß Anlage 2 von allen Erlaubnispflichten befreit. Diese umfassen: Herstellung, Erwerb, Besitz, Führen und Transport.

Bögen, also Muskelkraftbetriebenen Schusswaffen, die die Energie nicht mittels Sperrvorrichtung speichern können (Dazu gehören auch Schleudern) sind nach Anlage 2 vollständig von waffenrechtlichen Regelungen ausgenommen.

Die einzige rechtliche Ausnahme für die oben genannten Waffenkategorien bildet der § 42a, welcher, ebenso wie bei den Hieb- und Stoßwaffen, auch für alle Schusswaffen und Anscheinswaffen ein Führen in der Öffentlichkeit verbietet. Die Ausnahmen von diesem Verbot gelten hier analog.

Chris

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